Am Sonnabend, zur ungewohnten Zeit von 17.00 Uhr,  empfingen die Damen des SC Hoyerswerda, die Vertretung des HC Rödertal II,  zum letzten und womöglich entscheidenden Spiel, um den Klassenerhalt in der MDOL.
Aufgrund der Tabellensituation und dem diesjährigen Ablauf im Wettkampfgeschehen war davon auszugehen, dass kein Juniorteam oder eine Mannschaft des HC Rödertal II,  in Hoyerswerda antreten wird.
Und wie vermutet, der Spielgegner der SC Frauen war ein fast komplettes Bundesligateam, welche durch die sehr gute Leistung der SC-Frauen über 60 min voll gefordert wurden. Wenn BL-Spielerinnen, wie Havel, Rösike, Frankova, Müller, Ostwald und Jäger fast 60 min am Limit durchspielen müssen, dann war und ist das der klasse Leistung der SC Damen geschuldet.  
Der Rahmen für dieses Endspiel konnte nicht stimmungsvoller sein. Fast 200 Zuschauer wohnten der bis zum Ende spannenden, körperbetonten aber jederzeit fairen und intensiven Partie bei. Beide Fanlager machten ordentlich Alarm und unterstützen ihre Teams hervorragend. Respekt und Danke an die Konfetti-Mafia. Unverständlich jedoch einige Reaktionen von Rödertaler Seite, welche im sportlichen Einsatz verletzte Spielerinnen verhöhnten. Auch hoffen wir, dass der Präsident des HC Rödertal von “denen” hier, bei seiner Abfahrt zum anstehenden BL-Spiel nicht blockiert oder behindert wurde. Einem Team  unterschwellig zu unterstellen, man spielt auf Zeit und benutzt dafür Verletzungen, hat nichts mit Fairness zu tun.
 
Trainer Schuller stellte sein Team auf ein aktives, körperbetontes Spiel ein, wohl wissend, dass sein Team im individuellen Bereich Nachteile haben wird. Im Zentrum sollte entsprechend massiv und körperbetont verteidigt werden, wir wollten gerade Durchbruchsräume so eng wie möglich halten. Da der HCR mit Jasmin Müller eine absolut starke und treffsichere Rückraumwerferin hat, galt es hier entsprechend offensiv zu agieren.
 
Die Damen des HCR starteten wacher und vor allem entschlossener in diese Begegnung. Der Ball lief schnell und sicher, beim Abschluss erkannte man die Stärke der Gäste. Nach 10 gespielten Minuten stand ein für die SC Damen ernüchterndes 2-7 auf der Anzeigetafel. Die SC Frauen waren einfach noch nicht auf dem Feld, und der Respekt gegenüber den Gästen lähmte wohl eher das eigene Spiel. 
Eine genommene Auszeit justierte das Team neu, eine Umstellung im Angriffsspiel brachte nun auch sehenswerte Torerfolge.
Langsam setzte auch die Heimsieben neben den kämpferischen Aspekten, auch starke spielerische Akzente. Laura Rosemann und Sarah Hoßmang erzielten sehenswerte Treffer aus dem Rückraum. Die Halle war nun entsprechend voll da und auch die SC Damen haben den Respekt vor dem Gegner endlich abgelegt.
Es entwickelte sich ein schnelles, kampf-und körperbetontes Spiel auf Augenhöhe. Die SC Mädels verkürzten im Laufe und waren beim 14-15 wieder voll im Spiel. Im Abschluss alleine erkannte man die individuellen Unterschiede beider Teams. Eine torreiche, sehr attraktive,  erste Halbzeit wurde mit 15-17 aus Sicht der SC Damen abgepfiffen.  
 
Die Halbzeit brauchten die SC Mädels dringend. Das Spiel auf körperlich hohem Niveau hatte schon Kraft gekostet und auch die Tatsache, bereits 5×2 min kassiert und damit in Unterzahl agiert zu haben, machte es nicht unbedingt einfacher.
 
Das Team sollte weiter so leidenschaftlich und mutig auftreten, eine taktische Änderung sollte nochmal Impulse setzen.
 
Scheinbar die richtigen Worte gefunden, agierten die SC Damen nun entsprechend der Vorgaben sehr entschlossen und konnten beim 17-17 den ersten Gleichstand bejubeln. Es entwickelte sich weiter ein intensives Spiel und die jeweilige Führung des HCR wurde umgehend ausgeglichen. Beim Spielstand von 21-21 schien die Partie zu Gunsten der Heimsieben kippen zu können. Mit zwei Treffern in Folge gingen die SC Frauen in der 50 min das erste Mal in Front.
 
Seitens der HCR Bank reagierte man mit einer Auszeit und die nutzten die HCR Mädels richtig gut aus. 3 Technische Regelfehler im Angriff des SC wurden kompromisslos bestraft, und ein 4-0 Lauf ließ die Gäste wieder 24-26 enteilen.
 
Absolut positiv blieb die nicht nachlassende kämpferische Bereitschaft der SC Frauen, sie gaben sich absolut nicht auf. Der Favorit wankte, fiel aber aufgrund der eigenen individuellen Klasse nicht. Am Ende haben die SC Damen alles gegeben, dem Favoriten absolut Paroli geboten und bis zur 56 Minute einen Sieg vor Augen gehabt.
Der Sieg 30-26 für den Bundesligakader des HCR geht absolut in Ordnung, die Mädels erwiesen sich als starke, sehr gut ausgebildete Spielerinnen. Für uns war es ein absoluter Ansporn, sich mit ihnen sportlich auf diesem Niveau zu messen. 
 
Aus Sicht des Trainerteams des SC Hoyerswerda haben die SC Frauen ihr bestes Saisonspiel abgeliefert und für einen würdigen Saisonabschluss gesorgt.
Das Rahmenprogramm und die Unterstützung Aller, der Sponsoren, der Fans, der Konfetti-Mafia, der Familien, der Helfer und Förderer u.a. war dem Anlass entsprechend großartig, dafür möchte sich das Team bei Allen bedanken.
 
Der SC spielte mit :  Lena Spalleck, Laura Kratzert (beide Tor) V. Apitz, M. Sowa, C. Uhlmann (2 Tore), S. Hoßmang (7), K. Dreihardt (1), S. Rösler (2), M. Jokusch, C. Rasch, L. Rosemann (9/1), C. Schöps (2), N. Loth (3)