Kampf wurde nicht belohnt

Beim sonntäglichen Auswärtsspiel der SC-Frauen bei der Reserve vom BSV Zwickau sollte nach der schmerzlichen Heimniederlage nun wieder gepunktet werden.

Wieder traf man in der noch jungen Saison auf einen relativ unbekannten Gegner, denn das sehr junge Team der Westsachsen setzt sich aus Spielerinnen der eigentlichen zweiten Mannschaft, aber auch der 1., der A- sowie B-Jugend zusammen.

Die SC-Damen starten stark und lagen nach vier Minuten mit 1:4 in Front. Eine solide Abwehrarbeit und zwei gehaltene Siebenmeter unserer neuen Torfrau Jessica Hubatsch umstrichen den verheißungsvollen Beginn.
Doch dann schlichen sich Fehler ins Abwehr- und Angriffsspiel, sodass die Zwickauerinnen ihr schnelles Konterspiel aufziehen konnten. Folgerichtig stand es dann nach zehn Minuten 4:4. Nun entwickelte sich von SC-Seite ein Kampfspiel. Die Heimmannschaft legte immer wieder vor und die SC-Mädels blieben mit viel Aufwand auf 1-2 Toren dran (6:5; 8:7; 11:10). Nadja Irmisch glänzte mit mutigen Abschlüssen und Leonie Klösel gelang der umjubelte erste Sachsenliga-Treffer. Bis zur Halbzeit blieb es weiter so knapp und es ging mit einem 13:12 für die Gastgeberinnen in die Kabinen.
Mit dem ersten Angriff der zweiten Hälfte gelang Monique Meißner, mit ihrem ersten Sachsenliga-Tor, der Ausgleich. In der Folge wurde dann aber zu kompliziert gespielt, es häuften sich die Fehler im Angriff und auch Pech im Abschluss kam dazu. Zu schnell hatten sich fünf Tore Abstand der Zwickauerinnen angesammelt (19:14). Doch angetrieben von der unerschütterlichen Nadja Irmisch kämpfte sich das SC-Team wieder auf zwei Tore heran (20:18). Wie in der ersten Halbzeit hielt sich dieser Abstand und beide Mannschaften lieferten sich einen umkämpften Schlagabtausch (22:20; 24:22; 26:24).
Noch waren fünf Minuten zu spielen und mit unbändigen Willen konnten die SC-Mädels durch Monique Meißner in der 58. Minute den Ausgleich zum 26:26 erzielen. Dies sollte der neu zusammengewachsenen Mannschaft Ansporn und Motivation für die nächsten Aufgaben geben.
Zwanzig Sekunden nachdem Ausgleich erhielt Betty Kulke wegen einer unglücklichen Abwehraktion die rote Karte und insgesamt wurde in der entscheidenden Schlussphase zu nervös agiert. Dies nutzten die schnellen und treffsicheren Zwickauerinnen effektiv aus und stellten den Endstand von 29:26 her.
Die SC-Frauen zeigten ein starkes und kämpferisches Spiel, brachten sich aber noch selbst um den verdienten Lohn.

Bis zum nächsten Spiel, am 06.11. in Plauen, haben die SC-Mädels und das Trainerteam jetzt Zeit, weiter am Feinschliff zu arbeiten.

Trainer Damian Reichart: „Glückwunsch nach Zwickau zum Auftaktsieg.

Es ist sehr sehr schade für die Mannschaft, dass sie sich für ihren Kampfgeist nicht belohnt hat. Mit etwas mehr Glück im Abschluss gehen wir mit einer Führung in die Halbzeit. Nach dem wir den Start in die 2. Halbzeit völlig verpennt haben, hat die Auszeit die Mädels wieder in die Spur gebracht. Das hat das 26:26 drei Minuten vor Schluss belegt. Hintenraus war zu viel Pech dabei um was Zählbares mitzunehmen. Wir müssen ganz klar an der Chancenauswertung arbeiten. Wir haben am Ende viel zu viele Hundertprozentige liegen gelassen.“

Für den SC Hoyerswerda spielten: J. Hubatsch (Tor), Nadja Irmisch (10), Leonie Klösel (1), Marie Grabsch (1); Monique Meißner (2), Laura Rosemann (2), Charlott Schöps (2), Marie Rubin (1), Nadine Krebs und B. Kulke (7/2)