Keine Punkte in der Fremde

Nach der Niederlage gegen TuS Leipzig-Mockau in der Vorwoche, ging die Reise für die SC-Damen diesmal ins Erzgebirge nach Weißenborn. Die Trainingswoche der Handballfrauen aus Hoyerswerda war sehr gut und machte Mut für Samstag. Die Ausfallliste war fast länger als die Spielerliste. Neben den bekannten Ausfällen reihte sich Josefine Lutz, Janine Hattliep sowie die Trainer Marko Gäbler (alle krank) und Thomas Gasterstädt (familiäre Gründe) noch hinzu. Abteilungsleiterin Vera Apitz sprang als Co-Trainerin ein und unterstützte Trainer Damian Reichart auf der Bank. Der Stimmung tat dies besonders gut und alle waren heiß auf das Spiel.
Die gute Stimmung wollte aber leider nicht so richtig mit auf das Spielfeld und so stand es nach vier Minuten 3:0 für das Heimteam. Leonie Klösel erzielte nach fünf Minuten den ersten Treffer für Hoyerswerda (3:1). Bis zur 20. Minute blieb der Vorsprung von Weißenborn bei drei Toren. Die Zusestädterinnen arbeiteten gut in Abwehr und Torfrau Jessica Hubatsch hielt ebenfalls einige gegnerische Würfe, aber immer wenn man dachte ‚Jetzt hat der SC den Ball‘ kam ein Pfiff der Schiedsrichter. Allerdings hielt der SC, auch in Unterzahl, dagegen und bewahrte den Abstand. Mit viel Willen gelang ein Herankommen durch Nadja Irmisch zum 10:7, Marie Grabsch zum 10:8 und Nadine Krebs, nach Ballgewinn von Laura Rosemann, per Konter zum 11:10. Daraufhin reagierte Weißenborns Trainerteam mit einer Auszeit. Diese verkraftete Hoyerswerda leider gar nicht und bis zur Halbzeit wurde aus dem Spielstand von 11:10 ein 16:11 – eine große Hypothek für die zweite Halbzeit.
Die SC-Damen gaben das Spiel in der Halbzeit noch nicht auf und fanden neuen Mut.
Weißenborn erhöhte aber sogleich kurz nach Wiederanpfiff auf 17:11. Dies war zum Glück ein Wachmacher für den Sportclub. So folgten zehn starke Minuten im Zusammenspiel aus Angriff, Abwehr und Torfrau, in welchen sich die SC-Frauen wieder einmal schrittweise herankämpften. Auch beim Spielstand von 18:15 nach 37 Minuten und einer zeitigen Auszeit von Weißenborn blieb Hoyerswerda weiter dran und ließ sich auch nicht von Gegentoren verunsichern. Im Angriff traf Laura Rosemann gewohnt sicher vom Punkt und Betty Kulke tankte sich sich durch. Nach 41 Minuten stand es nur noch 20:18 und der SC war richtig im Spiel.
Doch dann gab es ein gewaltigen Bruch mit einem Fehlwurf im Angriff und einer Konterchance für Weißenborn. Betty Kulke lief dabei ohne Kontakt nur nebenher und macht den Winkel für die Angreiferin so klein wie möglich, bekam anschließend jedoch eine völlig ungerechte 2-Minuten-Strafe. Von diesen Schock erholten sich die SC-Damen nicht mehr und in der 48. Minuten beim Stand von 24:18 wurde die Luft immer dünner.
Hoyerswerda stemmte sich durch Marie Rubin, Nadja Irmisch, Laura Rosemann und Betty Kulke bis zum Schluss dagegen aber mehr als Ergebniskosmetik war leider nicht mehr drin. Nach 60 gespielten Minuten stand ein 30:25 Auswärtsniederlage an der Anzeige.
Trainer Damian Reichart:
Erstmal Glückwunsch nach Weißenborn zum Sieg.
Es tut mir für die Mannschaft, aber auch für die vielen mitgereisten Fans unendlich leid, dass sie für ihren Aufwand nicht belohnt wurden.
Ich bin mir gegenüber sehr selbstkritisch und ich trage auch die volle Verantwortung. Wir werden weiter hart arbeiten und trainieren. Diese Mannschaft hat es nicht verdient irgendwo im Keller der Sachsenliga rumzurennen.

Nach langem Warten steht kommendes Wochenende endlich mal wieder ein Heimspiel an. Am 19.03.2022 um 18:30 Uhr kommt der HV Chemnitz II in die VBH-Arena. Mit vielen Fans und bester Stimmung sollen die ersten zwei Punkte nach dem Re-Start perfekt gemacht werden.

Es spielten:
N. Seidel (Tor), J. Hubatsch (Tor)
N. Irmisch, L. Klösel, M. Grabsch, M. Rubin, L. Rosemann, M. Meißner, B. Kulke, N. Krebs