Stadionhitze beflügelt SC – Leichtathleten
Das ganze Winterhalbjahr bereiten sich die Leichtathleten auf den alljährlichen Meisterschaftsmarathon im Juni und Juli vor. Je nach Alter und Leistungsniveau der Athleten stehen dann neben Aufbauwettkämpfen die Kreissportspiele, die Ostsächsischen Meisterschaften, die Landes- und Mitteldeutschen, für die Allerbesten ab der Altersklasse 15 gar die Deutschen Meisterschaften im Mittelpunkt des Sportlerinteresses.
Ab der Ebene der Landesmeisterschaften ist für eine Teilnahme gar die Erfüllung von Normen zwingend erforderlich, und die sind „nicht von Pappe“!
Die ersten dieser Normen purzelten schon beim Werfertag.
Zu den Kreissportspielen am ersten Juni-Wochenende in Bautzen brachte der SC Hoyerswerda 29 Athleten an den Start, die mit 28 Gold-, 16 Silber- 22 Bronzemedaillen sowie unzähligen persönlichen Rekorden Maßstäbe setzten.
Das zweite Juni-Wochenende war der Ostsächsischen Meisterschaft – wiederum in Bautzen – vorbehalten.
Hier gingen ausschließlich unsere 9-13jährigen an den Start und überzeugten bei höchst starker Konkurrenz insbesondere aus der Landeshauptstadt mit 28 Endkampfteilnahmen sowie 2 Gold- 7 Silber-, 4 Bronzemedaillen und sage und schreibe 27 Bestleistungen.
Dann stand fest: 22 SC – Athleten hatten sich mit der Erfüllung von 38 Normen für die Landesmeisterschaft qualifiziert!
Dies ist ein bisher einmaliges Ergebnis in der Geschichte unserer Abteilung!
Was diese 22 dann aber in der Gluthitze des Mittweidaer Stadions „Am Schwaneneteich“ von letztem Freitag bis Sonntag ablieferten, ließ Trainer, Eltern und Sportkameraden in wahre Freudentaumel verfallen. Immerhin waren über 1000 Athleten aus 121 Vereinen am Start, die alle dasselbe Ziel hatten: mit persönlicher Maximalleistung ganz vorn landen.
Vorab: Keiner, nicht einer unserer Starter, enttäuschte, auch wenn die Ansprüche an die eigene Leistung manchmal sehr hoch angesetzt waren.
Ein erstes Achtungszeichen setzte der 13jährige Leon Nuglisch, dessen bisherige Trainingszeit sich auf wenige Monate beschränkt. Für ihn war die Teilnahme an der Landesmeisterschaft, die er sich mit starker Verbesserung über die 800m erkämpfte, ein absoluter Höhepunkt. Nach einem höchst mutigen Lauf verbesserte er sich nochmals um mehr als 2s auf für ihn ausgezeichnete 2:33,53min.
Lisamarie Domanja ( W U18)– im Leistungszentrum Chemnitz trainierend – steuerte im Weitsprung eine Bronzemedaille zur SC – Ausbeute bei und wurde im Dreisprung mit neuer persönlicher Bestweite von 11,61m Landesmeisterin.
Frieda Schöps (W U20) – sie trainiert ebenfalls in Chemnitz- trat über 400m an, um endlich die Norm für die „Deutschen“ zu knacken, was ihr mit neuer persönlicher Bestzeit von 58,23s auch gelang. Tags darauf erlief sie über 800m mit 2:19, 26min. den 2. Landesmeistertitel für die SC-ler.
Vielstarter und Mehrkampftalent Maarten Schenk (M12) war in 5 Disziplinen vorn dabei und glänzte im Kugelstoß mit sehr starken 11,18m sowie im Ballwurf mit 46,50m. Dafür heimste er verdientermaßen Silber und Bronze ein.
Einen bleibenden Eindruck in Mittweida hinterließen zweifellos unsere 3 Mädels in der W12 Marisa Thumann, Mina Marie Grawunde und Finja Kubeczak.
Finja startete incl. 4x75m – Staffel sogar 6x, d.h. sie hatte tatsächlich 6 Normen erfüllt, was für ihre ausgeprägte Vielseitigkeit und ihr hohes Leistungsvermögen spricht. Mit tollen Einzelleistungen schrammte sie 3x knapp an einer Medaille vorbei, hielt sich dann aber hochverdient mit einer Silbermedaille im 60m-Hürdenlauf (9,85s!) schadlos.
Die gewann sie hinter ihrer Vereinskameradin Marisa Thumann, deren Lauf wirklich eine Augenweide für die Trainer war! Technisch ganz stark verbesserte sie sich auf glänzende 9,66s und gehört damit zu den schnellsten Hürdensprinterinnen ihres Alters in ganz Deutschland.
Was die SC – Mädels dann im 75m-Sprint ablieferten, sucht seinesgleichen:
Alle 3 – Marisa, Finja und die 3. im Bunde Mina Marie Grawunde – qualifizierten sich für das Finale der Schnellsten im ganzen Land. Von den 6 Endlaufteilnehmerinnen war also die Hälfte aus Hoyerswerda!
Damit nicht genug stürmte Mina im Endlauf auch noch vorne weg und zog die beiden anderen (Marisa 10,47s; Finja 10,60s) zu neuen persönlichen Bestleistungen mit.
Minas 10,33s sind so stark, dass sie damit sogar bei den 13jährigen Mädels ins B-Finale gekommen wäre!
Den Punkt aufs „I“ setzte Sintje Weidemann (W15) am letzten Wettkampftag mit ihrem Lauf über 300m. Angereist mit 44,73s, aber mit fleißigem Training in den Beinen, lief sie ein beherztes Rennen, das sie nach 42,65s beendete. Dass diese Zeit ihr hinter den Läuferinnen aus den Leistungszentren Dresden, Chemnitz und Leipzig nicht nur einen hervorragenden 6. Platz einbrachte sondern auch noch Norm für die Deutsche Meisterschaft bedeutete, realisierten wir tatsächlich erst einiges später…
Weitere Medaillen gewannen Annalena Domanja (W U20; Silber Stabhochsprung/2,60m), Devin Müßigbrodt (M U18, Bronze Diskus/43,08m) und bei den im Vorfeld separat durchgeführten Landesmeisterschaften im Hammerwurf Caitlin Radowski (W14; Gold 43,28m) und Lutz Illing (Männer, Silber mit 41,95m)
Die SC – Statistik für diese Landesmeisterschaften zählt mit 22 Athleten, 38 Starts, 29 Endkampfteilnahmen, 14 Bestleistungen und 15 Medaillen (6xGold, 6xSilber, 3xBronze) Einmaliges.













