MdOl Frauen
BSV Sachsen Zwickau II – SC Hoyerswerda 30:26 (18:14)
Nach dem wichtigen Heimsieg der SC Frauen gegen den SV Koweg Görlitz  in der Vorwoche erwartete nun der momentan Tabellenvierte der MdOL, die Bundesligareserve des BSV Sachsen Zwickau, die Handballfrauen des SC Hoyerswerda.
Die SC-Damen hatten mit dem BSV eine der angriffsstärksten Mannschaften der Liga vor der Brust und wurden dementsprechend eingestellt. Bereits im Hinspiel konnte sich der SC Hoyerswerda von der Angriffswucht der Heimsieben überzeugen. Dort endete das Spiel torreich und knapp mit 35:34 für den SC Hoyerswerda.

Beginnend mit einer kompakten 6-0 Deckung starteten die SC-Damen in die Partie. Es gestaltete sich ein schnelles und dynamisches  Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 4:4 konnte sich keine der beiden Mannschaften absetzen. Eine früh genommene Auszeit des SC sollte weiter Ordnung und Alternativen für die Angriffsgestaltung der SC Damen aufzeigen.  Nachdem sich nun die Anfangsnervosität gelegt hatte, wurde auch das Angriffsspiel entsprechend strukturierter und erfolgreicher. Gut vorbereitete Aktionen konnten  immer wieder über die Kreisposition verwertet werden. Bis zum 9:8 konnten sich so die SC-Damen einen kleinen Vorteil erspielen. Unerklärlich der nun folgende konfuse und spielerische Einbruch der SC-Frauen. Im Angriff wurde unkonzentriert agiert, Einwurfmöglichkeiten fahrlässig vergeben  und die Verantwortung meist auf die schlechter postierte Spielerin abgeschoben. Da in dieser Phase auch das Rückzugsverhalten nicht konsequent umgesetzt wurde, machte man den Gegner entsprechend stark. Dieser bedankte sich mit einem 6:0 Lauf und entsprechend ernüchternd ging es mit einem unnötigen 18:14 Rückstand in die Kabine.

Das Halbzeitergebnis war lange kein Grund aufzustecken, es waren immer noch alle Möglichkeiten für eine erfolgreiche Partie gegeben. Mit einem Wechsel auf der Torhüterposition und einer Deckungsumstellung starteten die SC Frauen in die zweite Halbzeit.  Michi Rau wurde in dieser Phase der gebrauchte Rückhalt. Mehrere gehaltene Bälle ermöglichten den SC Frauen zurück ins Spiel zu kommen. Beim 24:22 und eigenem 7-Meter hatte der SC im Spiel wieder Gleichwertigkeit hergestellt. Was wäre wenn der SC  in der entscheidenden Phase die Tempogegenstöße genutzt hätte, der SC in der Deckung die vielen Rückpraller hätte sichern können, die Überzahlsituationen konsequenter genutzt hätte? Dann hätte man eine realistische Chance auf einen Punktgewinn gehabt. Der BSV Sachsen Zwickau ließ sich jedoch nicht beirren, konnte sich in der entscheidenden Phase auf zwei seiner jungen Bundesligaakteure verlassen, welche durch ihre individuelle Klasse das Spiel letztendlich entschieden. Der 30:26 Heimsieg des BSV Sachsen  Zwickau  geht dabei  völlig in Ordnung. Sie waren in den entscheidenden Situationen auf dem Feld einfach wacher und kompromissloser im Abschluss. In einem zu keiner Zeit unfairen Spiel sind zwei Kopfverletzungen bei Spielerinnen beider Teams einfach zu viel. Beiden Spielerinnen von dieser Stelle entsprechende Genesungswünsche.

 

Der SC Hoyerswerda spielte mit:
Michaela Rau, Laura Kratzert (beide Tor) Nicole Loth (2 Tore), Mandy Sowa (4), Carolin Uhlmann (1), Sophia Rösler (4), Laura Rosemann (10/6), Charlott Schöps (5), Vera Apitz (n.e.), Mareike Jokusch (n.e.), Nadja Irmisch, Luise Schimank (n.e.)