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vom 21. bis 23. April 2016 wird in Hoyerswerda das Freiburger Kreis-Frühjahrsseminar 2016 stattfinden. Der Freiburger Kreis (FK) ist eine Arbeitsgemeinschaft größerer deutscher Sportvereine, der 1974 von 23 Vereinen gegründet wurde. Anlass dafür war die Nichtfortführung der vom damaligen Deutschen Sportbund (DSB) durchgeführten Seminare trotz guter Resonanz.

Selbsthilfe auf unbürokratisches Herangehen an die Probleme der großen Vereine bot der FK, der mit speziellen Zugangsvoraussetzungen (mind. 2.500 Vereinsmitglieder, hauptamtliche Mitarbeiter, Bewirtschaftung eigener Sportstätten) schnell an Mitgliedern gewann, denn Großsportvereine (GSV) in den alten Bundesländern gab es viele. Und diese fanden sich als sogenannte „mittelständische Unternehmen“ vom DSB nicht genügend unterstützt, denn natürlich gibt es in GSV ganz andere Strukturen, Themen und Probleme als in den kleineren Vereinen.

Der FK hat es sich zur Aufgabe gemacht, Lösungshilfen zu bieten und Denkanstöße bei der Problemlösung zu geben. Der Erfahrungsaustausch auf den jährlich im Frühjahr und Herbst stattfindenden Seminaren in den FK-Vereinen, also immer an anderer Stelle, hat einen hohen Stellenwert. Auch der SC konnte vom ersten Seminar an von der Arbeitsgemeinschaft profitieren. Die Probleme, das erkannten wir ganz zeitnah, sind überall ähnlich. Der Kontakt auf Augenhöhe, die Möglichkeit des Erfahrungsaustausches, die große Resonanz der zum größten Teil aus den alten Bundesländern kommenden Vereine mit der Neugier an der Arbeit hier bei uns war von Anfang an lohnenswert.

Mit dem DSB, dem jetzigen Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) wurde die Zusammenarbeit wieder in gegenseitiger Anerkennung entwickelt. Die Großsportvereine mit ihrer gesellschaftspolitischen Bedeutung haben im Rahmen ihrer Arbeit in den mehr als 40 Jahren viele neuen Wege diskutiert bzw. die Diskussionen in den Landessportbünden sowie dem DSB/ DOSB angeschoben, sie sind unbequem, sachlich, finden Lösungsansätze. Sie arbeiten mit dem Sportausschuss des Deutschen Bundestags in Berlin sowie der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Sportämter zusammen.

Heut zählt der FK 170 Mitgliedsvereine mit mehr als 800.000 Sportlern, 2 Vereine warten momentan auf ihre Aufnahme. In Hoyerswerda werden natürlich nicht Alle zu Gast sein. Stellvertretend wollen wir hier einfach Einige nennen: ASC Göttingen von 1846, Bremen 1860, Eintracht Hildesheim, Post SV Nürnberg, SC Bayer 05 Uerdingen, SSF Bonn, TG Rüsselsheim, TSC Eintracht Dortmund, TSG Bergedorf von 1860, Turnerschaft Jahn München, TV Jahn Rheine, VfL Lüneburg oder VfL Wolfsburg.

Die Seminarteilnehmer erwartet hier in Hoyerswerda neben den Vorträgen, Foren, Präsentationen rund um das Thema „Vereinsfinanzierung: alte und neue Ressourcen“ ein umfangreiches Programm, das der SC auf die Beine stellt. Für die Tagung steht die Lausitzhalle am Donnerstag und Freitag bereit, die Teilnehmer übernachten im  Congreßhotel. Am Samstag findet der Ausklang der Tagung in der Krabatmühle statt.

Im Rahmen einer kurzen Stadtführung wird am Donnerstag Abend ein Besuch in der Kulturfabrik im Kaffee Auszeit mit geselligen Teil stattfinden. Hier wird es auch ein Stück einheimisches Kabarett – mit der KuFa –  geben, denn natürlich sind unsere Gäste neugierig auf unsere Region: „Die jüngere Lausitzer Sportgeschichte der letzten 10 Millionen Jahre!“

Für begleitende Personen (Ehepartner) geht es am Freitag mit dem Kleinbus quer durch das Lausitzer Seenland. Und nicht wenige der Gäste werden ihren Aufenthalt in Hoyerswerda verlängern um gerade an diesem Restwochenende die Seenlandtage zu nutzen und unsere Region kennenzulernen.

Der Freitag Abend steht dann ganz im Zeichen der Festveranstaltung des SC zum 60-jährigen Bestehen, die am Abend in der Lausitzhalle stattfindet. Hier werden neben den offiziellen Vertretern von LRA BZ, Stadt Hoyerswerda, unseren Sponsoren, Stadträten natürlich die Sportler, Trainer und Funktionäre im Mittelpunkt stehen und die Seminarteilnehmer, einer schönen Tradition folgend, mit dabei sein.

Und am Samstag in der Krabatmühle haben die Teilnehmer nach dem Seminar die Möglichkeit, mit dem Schwarzen Müller eine Führung durch das Gelände sowie sich u.a. beim Mittagessen mit den einheimischen Spezialitäten (Rindfleisch mit Merrettich und Plinse) vertraut zu machen.

Es ist Anspruch unseres Vereins, unsere Region in der Vielfältigkeit, Einzigartigkeit und mit der ganz speziellen Demographie vorzustellen, den Gästen einen besonderen Eindruck unserer Heimat mit nach Hause zu geben – eine Aufforderung zum Wiederkommen!!

Wir freuen uns auf diese turbulenten Tage, auch wenn sie für uns eine große Herausforderung bedeuten. Zur offiziellen Eröffnung des Seminars am Freitag um 9 Uhr erwarten wir neben dem Oberbürgermeister Stefan Skora auch den Generalsekretär des Landessportbundes Sachsen e.V., Christian Dahms.