Spielrhythmus zu spät gefunden

Nach 113 Tagen „Zwangspause“ ging es für die Damen vom Sportclub in die Messestadt zum TuS Leipzig-Mockau. Die Vorzeichen waren nicht die Besten, so fehlten Greta Schmidt, Alina Weber, Charlott Schöps und Lea-Michelle Schwarzbach durch Verletzungen, Krankheit, Schwangerschaft oder andere Dinge. Der Stimmung tat dies aber keinen Abbruch und alle waren froh, dass sie wieder spielen durfen, auch wenn die genannten Mitspielerinnen sehr fehlen.
Hoyerswerda hatte Anwurf und dieser ging, wie so viele andere Würfe im Spiel, daneben. Leipzig nutze jeden SC-Fehler gnadenlos aus und führte nach sechs Minuten mit 4:0. Das Trainertrio musste mit einer Auszeit reagieren. Marie Grabsch konnte erst nach sieben Minuten das erste SC-Tor erzielen. Beim Sportclub war in der komplett ersten Halbzeit der Wurm drin und die Treffer gelangen nur sporadisch. So trafen Laura Rosemann per 7-Meter zum 5:2, Marie Grabsch zum 7:3, Nadja Irmisch nach 16 Minuten zum 8:4. So ging es bis zur Pause weiter. Gelang Hoyerswerda ein Tor, zogen die Messestädterinnen mit zwei Toren nach. Nach 30 Minuten stand es 17:8 für die Heimmannschaft.
Die Ansprache der Trainer verlief in der Kabine ruhig und motivierend. Alle waren sich einig, dass bis zur letzten Sekunde gekämpft wird.
Die Zusestädterinnen kamen in der zweiten Halbzeit, vor allem in der Abwehr besser ins Spiel. In zehn Minuten gab es nur drei Gegentore. Doch eins blieb: Im Angriff war weiter der Wurm drin. In der 40. Minute erzielte Kapitänin Laura Rosemann den ersten Treffer in der zweiten Halbzeit zum 20:9. Das war ein Startsignal für den Rest der Mannschaft. Nun lief es im Angriff um einiges besser und die Chancen wurden vermehrt genutzt. Der Sportclub stand in der zweiten Halbzeit stärker in der Abwehr und konnte den Rückstand immer mehr verkürzen. Auch die Maßnahme, mit zwei Kreisläufern zu agieren, war erfolgreich. Nach 55 Minuten stand es 24:17 für die Leipziger Damen und die SC-Damen wollten noch weiter rankommen. Das gelang zwar nicht ganz, auch weil weiterhin sehr viel Pech im Abschluss dabei war, aber auch Leipzig konnte sich nicht weiter absetzten. Zum Schlusspfiff stand ein 28:20 für Leipzig an der Anzeigetafel.
Trainer Damian Reichart:
Herzlich Glückwunsch nach Leipzig zum Sieg. Die erste Halbzeit verlief einfach nur sehr bitter. Wir hatten viele technische Fehler und scheiterten an einer guten Torfrau.
In Halbzeit zwei waren die Mädels sehr aktiv in der Abwehr und auch im Angriff haben sie sehr gute Lösungen gefunden. Das Wurfpech blieb uns aber über 60 Minuten treu.
Wir nehmen die zweite Halbzeit mit und werden nächste Woche in Weißenborn neu angreifen.
Das nächste Spiel ist am 12.03.2022 um 16 Uhr in Weißenborn.
Es spielten:
N. Seidel (Tor), J. Hubatsch (Tor), N. Irmisch (7), L. Klösel , J. Hattliep, M. Grabsch (2), J. Lutz, M. Meißner (1), L. Rosemann(3/1), M. Rubin (2), N. Krebs und B. Kulke (5)